Eingewöhnung

 

 

 

Ein Kind braucht für sein Wohlbefinden das Gefühl der Geborgenheit. Personen, die das Kind betreuen, sollten dem Kind gut bekannt sein. Je vertrauter dem Kind die Person und die Umgebung ist, desto wohler wird es sich fühlen. Hat ein Säugling oder ein Kleinkind zu einer Person eine Bindung aufgebaut, fühlt es sich sicher und kann von diesem „sicheren Hafen“ aus, den die Bindungsperson bietet, seine Umwelt untersuchen. Ist es verunsichert, ängstlich oder braucht Hilfe, kehrt es zur „Basis“ zurück.

 

 

Die Bindung ist Voraussetzung für das Lernen und hat somit große Bedeutung für die frühkindliche Entwicklung. Dem Kind sollte unbedingt Gelegenheit gegeben werden, sich durch eine Eingewöhnungszeit im Beisein seiner Eltern oder einer anderen engen Bezugsperson, allmählich mit der Einrichtung vertraut zu machen. Dabei ist erst einmal von einer Eingewöhnungszeit von drei Wochen auszugehen, in dessen Verlauf sie sich den Reaktionen des Kindes und den individuellen Gegebenheiten anpasst.

 

Bei den meisten Kindern dauert die Eingewöhnung 14 Tage. Das Kind sollte während der Eingewöhnungsphase immer von derselben Person begleitet werden. Wenn das Kind den Mitarbeitern gegenüber ein ausgeprägtes Bindungsverhalten zeigt, ist die Eingewöhnungszeit beendet. Wir orientieren uns in der Eingewöhnungsphase an den Richtlinien des „Berliner Eingewöhnungsmodells“, welches sich auf das INFANS Konzept stützt.